Über diesen Ort
Das Goldene Dachl, das im Herzen der mittelalterlichen Altstadt von Innsbruck liegt, ist das Bild, das jeder Besucher von Innsbruck mit nach Hause nimmt. Sein zweistöckiger Erker ragt aus einer Herrscherresidenz hervor, die ursprünglich von Herzog Friedrich IV. im frühen 15. Jahrhundert erbaut wurde, aber es war Kaiser Maximilian I., der sie in ein Zeichen kaiserlicher Pracht verwandelte. Um 1493 vom Hofbaumeister Nikolaus Turing dem Älteren in Auftrag gegeben und bis 1500 fertiggestellt, ist das Dach mit 2.657 feuervergoldeten Kupferplatten verkleidet, die golden aufleuchten, wann immer die alpine Sonne sie trifft. Unter diesem Schimmer tragen die Balustraden Skulpturen von Wappen, Fresken von Jorg Kolderer und Reliefs, die Maximilian flankiert von seinen beiden Frauen, Bianca Maria Sforza und Maria von Burgund, neben lebhaften Mohrentänzern zeigen. Der Balkon war kein bloßes Ornament. Er diente als kaiserliche Loge, von der aus der Kaiser und sein Hof Turniere, Feste und Tänze auf dem Platz zu ihren Füßen verfolgten.
Wissenswertes
- 2657 Ziegel — Kupferplatten, die mit Blattgold überzogen sind, bedecken das Dach und verleihen ihm seinen berühmten goldenen Schimmer
- 1500 Jahr — Das Erkerzimmer wurde für Kaiser Maximilian I. um die Jahrhundertwende zum 16. Jahrhundert fertiggestellt
- 2 Ehefrauen — Ein zentrales Relief zeigt Maximilian zwischen Bianca Maria Sforza und seiner verstorbenen ersten Frau Maria von Burgund
📍 Herzog-Friedrich-Straße 19, 6020, Innsbruck