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Katholische Pfarrkirche Maria am Berg & das Beinhaus

Eine spätgotische Kirche thront auf dem Felsen über dem See und beherbergt einen der schönsten geschnitzten Altäre Österreichs und daneben eine winzige Kapelle, in der über 600 handbemalte Totenschädel in stillen Reihen ruhen.

Über diesen Ort

Die katholische Pfarrkirche Maria am Berg, die über eine steile Treppe vom Dorf aus erreicht wird, liegt zwischen den Gräbern auf einem Felsvorsprung über dem Hallstätter See. Das heutige spätgotische Gebäude wurde 1505 fertiggestellt und beherbergt ein bemerkenswertes fünfteiliges Flügelretabel, geschnitzt von Leonhard Astl aus Gmunden, der fünfzehn Jahre daran arbeitete; sein Mittelschrein zeigt die Jungfrau und das Kind, flankiert von der Heiligen Katharina, Schutzpatronin der Holzfäller, und der Heiligen Barbara, Schutzpatronin der Bergleute. Neben der Kirche steht die St. Michaelskapelle, deren unteres Stockwerk das Beinhaus beherbergt. Jahrhundertelang hatte der Felsfriedhof fast keinen Platz, so dass nach zehn oder mehr Jahren im Boden die Toten exhumiert, ihre Knochen gereinigt und in der Sonne gebleicht und ihre Schädel in die Kapelle gestellt wurden. Ab 1720 begannen Familien, diese Schädel mit Namen, Daten und sanften Symbolen zu bemalen, Eichenblätter für Stärke, Efeu für ewiges Leben, Rosen und Kreuze für Hoffnung, damit jeder Mensch auch ohne Grab noch in Erinnerung bliebe. Es ist ein zarter, beunruhigender Ort, der einen ruhigen und respektvollen Besuch verdient.

Wissenswertes

  • 1505 Jahr — Die spätgotische Kirche Maria am Berg wurde bis zu diesem Jahr fertiggestellt
  • 610 bemalte Schädel — Verziert mit Namen, Daten und floralen Symbolen unter insgesamt rund 1.200 Schädeln
  • 1720 Jahr — Die Tradition, die Schädel zu bemalen und zu datieren, begann hier

📍 Landungsplatz, 4830, Hallstatt

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