Touren · Luzern · Platz

Hirschenplatz

Ein intimer Altstadtplatz, eingerahmt von hohen Zunfthäusern, deren Fassaden in gemalten Fresken erstrahlen. Einst Heimat des Gasthofs 'Zum Hirschen', der dem Platz seinen Namen gab, ist hier noch immer der erzählerische Geist des mittelalterlichen Luzern lebendig.

Über diesen Ort

Nur wenige Schritte vom prächtigen Weinmarkt entfernt wirkt der Hirschenplatz wie ein ruhigerer, geheimnisvollerer Winkel der Altstadt. Sein Name stammt vom alten Gasthaus 'Zum Hirschen', einer der wichtigsten Herbergen der mittelalterlichen Stadt. Über Jahrhunderte diente dieser kompakte Platz bescheideneren alltäglichen Bedürfnissen, nachdem er einst als Schweinemarkt begonnen hatte. Was ihn heute unvergesslich macht, sind die Wände selbst. Mehrere der umliegenden Häuser sind in reich verzierte Fresken gehüllt, von denen viele im 18. und 19. Jahrhundert gemalt wurden und heute unter Denkmalschutz stehen. Diese Wandgemälde waren die Plakatwände und Zeitungen ihrer Zeit – sie warben für das Handwerk, ehrten Heilige und gedachten großer Ereignisse für eine Bevölkerung, die größtenteils nicht lesen konnte. Das berühmteste Haus hier ist der Goldene Adler, in dem der junge Johann Wolfgang von Goethe 1779 auf seiner Schweizerreise übernachtete. Ein gemaltes Porträt des Dichters blickt noch immer von seiner Fassade herab – eine Erinnerung daran, dass dieser kleine Platz einst einen der größten Schriftsteller Europas willkommen hieß.

Wissenswertes

  • 1779 Jahr — Goethe stieg während seiner Schweizer Reisen hier im Gasthof Goldener Adler ab
  • 1499 Jahr — Ein Fresko erinnert an den Schwabenkrieg, den letzten Konflikt zwischen den Schweizern und dem Heiligen Römischen Reich
  • 19 Jahrhundert — Als viele der erhaltenen bemalten Fassaden des Platzes entstanden

📍 Hirschenplatz 2, 6004, Luzern

Auf einem Audio-Rundgang erleben

▸ Demo anhören