Wasserkirche
Als schlanke spätgotische Kirche, die direkt aus der Limmat aufzusteigen scheint, stand die Wasserkirche einst auf ihrer eigenen winzigen Insel im Fluss. Sie markiert den legendären Ort, an dem Zürichs Schutzpatrone Felix und Regula den Märtyrertod gestorben sein sollen.
Über diesen Ort
Eingebettet zwischen dem aufragenden Grossmünster und dem anmutigen Fraumünster ist die Wasserkirche einer der stimmungsvollsten Sakralräume Zürichs. Jahrhundertelang stand sie auf einer echten Insel in der Limmat, die nur per Boot oder über einen schmalen Steg erreichbar war, bis der Bau des Limmatquais im Jahr 1839 sie mit dem Flussufer verband. Das heutige spätgotische Gebäude wurde 1486 vom Baumeister Hans Felder an einem sagenumwobenen Ort fertiggestellt – der Stelle, an der im Jahr 301 die Stadtheiligen enthauptet worden sein sollen. Seine lange spätere Geschichte ist ebenso bemerkenswert: Während der Reformation Ulrich Zwinglis 1524 ausgeräumt und in ein Warenlager umgewandelt, wurde das Gebäude 1634 zur ersten öffentlichen Bibliothek Zürichs, bevor es 1942 wieder für sakrale und kulturelle Zwecke restauriert wurde, als der Künstler Augusto Giacometti die leuchtenden Glasfenster hinzufügte, die heute den Chor erhellen.
Wissenswertes
- 1486 Jahr — Die heutige spätgotische Kirche wurde von Baumeister Hans Felder vollendet
- 3 Fenster — Leuchtende Buntglas-Chorfenster wurden 1942 von Augusto Giacometti geschaffen
- 1634 Jahr — Die entweihte Kirche wurde als Zürichs allererste öffentliche Bibliothek wiedereröffnet.
📍 Limmatquai 29, 8001, Zürich