Severikirche (St. Severus Kirche)
Eine hoch aufragende gotische Hallenkirche mit drei nebeneinander stehenden Spitzgiebeln, die sich mit dem Dom auf dem Erfurter Domberg messen. Im Inneren wartet eines der höchsten Taufbecken Deutschlands, ein schlanker Turm aus geschnitztem Stein, der fast die Gewölbedecke berührt.
Über diesen Ort
Neben dem Mariendom thront die Severikirche über der großen Treppe des Domplatzes und bildet die eine Hälfte der berühmtesten Skyline Erfurts, deren Trio dunkler Türme dem einzelnen Turm des Doms auf der anderen Seite des Hügels antwortet. Eine Benediktinergemeinschaft soll sich hier bereits 708 unter dem Patronat des Heiligen Paulus niedergelassen haben, doch die Kirche erhielt den Namen Severus im Jahr 836, als der Erzbischof von Mainz die Gebeine des Heiligen Severus von Ravenna nach Norden bringen und auf diesem Anstieg aufbewahren ließ. Das heutige Gebäude ist eine seltene fünfschiffige gotische Hallenkirche, deren Innenraum für ihren bescheidenen Grundriss ungewöhnlich weit und lichtdurchflutet ist, eine Form, die so zukunftsweisend ist, dass Kunsthistoriker sie zu den wichtigsten gotischen Werken Deutschlands zählen. Feuer, Krieg und jahrhundertelange Restaurierungen haben ihre Spuren hinterlassen, doch die Kirche birgt immer noch ihre beiden großen Schätze: den rosa Sandsteinsarkophag des Heiligen Severus und ein fünfzehn Meter hohes Taufbecken, das wie gefrorene Spitze zur Decke reicht.
Wissenswertes
- 15 Meter — Das hoch aufragende gotische Baldachin über dem Taufbecken, geschnitzt im Jahr 1467, berührt fast das Gewölbe
- 836 Jahr — Die Gebeine des Heiligen Severus von Ravenna wurden hierher gebracht und gaben der Kirche ihren Namen
- 5 Schiffe — Eine seltene fünfschiffige Hallenkirche, weit und hell trotz ihrer kompakten Größe
📍 Severihof 2, 99084, Erfurt