Neptunbrunnen
Eine theatralische Wasserszene, in der der Herrscher des Meeres eine felsige Grotte beherrscht. Tritonen und Nymphen versammeln sich um einen Muschelwagen, während Wasser in ein breites Becken gleitet. Es ist das große Ausrufezeichen des Gartens am Ende der Hauptachse.
Über diesen Ort
Der Brunnen verankert das ferne Ende des Parterres mit einem dramatischen Ausbruch von Stein und Gischt. In seinem Herzen steht der Meeresgott, der so dasteht, als ob die nächste Geste die Gewässer beruhigen oder aufwühlen könnte. Um ihn herum lehnen, blasen und winken verspielte Diener und verwandeln den Mythos in Bewegung. Die Komposition ist dazu gedacht, aus der Ferne gelesen und dann aus der Nähe in wirbelnden Details wiederentdeckt zu werden. Reflexionen verdoppeln die Figuren an sonnigen Tagen und mildern sie an bewölkten Tagen ab. Hinter all dem rahmen der Hügel und der Pavillon die Szene ein, so dass der Brunnen sowohl als Ziel als auch als Tür erscheint.
📍 Rustenallee, 1130, Wien