Nydeggkirche & Nydeggbrücke
Auf einem Felssporn über der engsten Schleife der Aare erhebt sich die schlanke Nydeggkirche aus Sandstein, erbaut über den Ruinen der Burg, in der Bern selbst seinen Anfang nahm. Daneben überspannt die imposante steinerne Nydeggbrücke von 1844 die Flussschlucht in Richtung der Bären am gegenüberliegenden Ufer.
Über diesen Ort
Die Nydegg bildet die östliche Spitze der Berner Altstadt, den schmalen Hals der Halbinsel, auf der die gesamte Stadt entstand. Um 1190 errichtete Herzog Berchtold V. von Zähringen, Gründer von Bern, hier eine von vier Ecktürmen gekrönte Burg, um den einzigen Flussübergang zu bewachen, doch die stolzen und unabhängigen Bürger rissen sie zwischen 1266 und 1273 nieder. Auf ihren Fundamenten erbauten sie von 1341 bis 1346 die Nydeggkirche. Deren Turm wurde 1571 nach einem Brand in seiner heutigen Form wiederaufgebaut, und nach der Reformation diente das geleerte Kirchenschiff eine Zeit lang sogar als Lagerhaus für Fässer und Bauholz. Direkt daneben steht die Nydeggbrücke, ein mächtiger Steinbogen, der zwischen 1840 und 1844 über die Schlucht geschlagen wurde und dessen mittlerer Bogen fünfzig Jahre lang der weiteste auf dem europäischen Festland war. Zusammen erzählen die bescheidene Kirche und die mächtige Brücke die Geschichte, wie aus einer befestigten Grenzsiedlung die elegante Hauptstadt der Schweiz wurde.
Wissenswertes
- 46 Meter — Spannweite des zentralen Steinbogens der Brücke, der breiteste in Europa bis in die 1890er Jahre
- 1266 Jahr — Die Berner Bürger begannen, die Burg Nydegg abzureißen, und errichteten später die Kirche auf ihren Ruinen.
- 25 Meter — Höhe des Brückendecks der Nydeggbrücke über der türkisfarbenen Aare darunter
📍 Burgtreppe, 3011, Bern