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Place du Molard

Ein lebendiger Fußgängerplatz in Genfs Unterstadt, überragt von einem massiven mittelalterlichen Turm. Einst ein geschäftiger Hafen am Seeufer, bietet er heute eine Kulisse für Cafés, Blumenstände und ein Pflaster, das nachts mit dem Wort „Willkommen“ in einem Dutzend Sprachen leuchtet.

Über diesen Ort

Die Place du Molard liegt dort, wo die Altstadt in Richtung der Einkaufsstraßen und des Wassers abfällt. Ihr Name stammt vom französischen Wort môle, was Mole oder Kai bedeutet, und jahrhundertelang war dies im wahrsten Sinne des Wortes das Ufer des Genfersees – ein aktiver Hafen, an dem Schiffe Salz, Getreide und Holz entluden. Der Hafen wurde 1271 erstmals urkundlich erwähnt, und um 1309 stand hier bereits eine überdachte Markthalle samt der offiziellen Waage des Bischofs zur Besteuerung von Waren. Als das Seeufer im 19. Jahrhundert durch Landgewinnung zurückgedrängt wurde, verschwand das Wasser, doch das geschäftige Treiben blieb. Heute wird der Platz vom Molard-Turm geprägt, einem Überbleibsel der mittelalterlichen Stadtmauer Genfs, und von Cafés, einem Blumenmarkt sowie eleganten Fassaden aus dem 19. Jahrhundert eingerahmt. Blickt man auf das Kopfsteinpflaster hinab, entdeckt man Glasbausteine, die nach Einbruch der Dunkelheit leuchten und jeweils einen Gruß in einer anderen Sprache tragen – eine stille Anspielung auf Genfs Identität als Kreuzungspunkt der Welt.

Wissenswertes

  • 1271 Jahr — Der Seehafen von Molard taucht erstmals in den Stadtaufzeichnungen von Genf auf
  • 1591 Jahr — Der mittelalterliche Turm wurde in der Form wiederaufgebaut, die noch immer über den Platz wacht
  • 1800 Glasbausteine — In das Pflaster eingelassen, leuchtet es nachts mit 'Willkommen' in vielen Sprachen auf

📍 Place du Molard 6, 1204, Genève

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