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Kathedrale Notre-Dame von Lausanne
Die imposanteste gotische Kathedrale der Schweiz krönt die mittelalterliche Cité, während ihre Steintürme hoch über dem Genfersee aufragen. Im Inneren erstrahlt ein Rosenfenster, das seit acht Jahrhunderten den mittelalterlichen Kosmos darstellt.
Über diesen Ort
Erhaben auf dem höchsten Punkt der Altstadt von Lausanne gelegen, gilt die Kathedrale Notre-Dame weithin als das schönste gotische Bauwerk der Schweiz und steht den großen Kathedralen Frankreichs in nichts nach. Der Bau begann um 1170, und die Kirche wurde 1275 von Papst Gregor X. im Beisein von Kaiser Rudolf I. von Habsburg feierlich geweiht. Ihr berühmtester Schatz ist das Rosenfenster aus dem 13. Jahrhundert mit einem Durchmesser von etwa acht Metern – ein faszinierendes Rad aus buntem Glas, das die mittelalterliche Vorstellung des Universums, seiner Jahreszeiten, Elemente und Tierkreiszeichen abbildet. Das bemaltes Portal, einst reich an polychromer Bildhauerei, diente als Haupteingang, bis die Reformation das Gebäude im Jahr 1536 umgestaltete. Bis heute hält sich hier eine lebendige Tradition: Jede Nacht steigt ein Wächter auf den Turm, um die Stunden auszurufen, was Lausanne zur letzten Stadt in Europa macht, die dieses mittelalterliche Amt aufrechterhält.
Wissenswertes
- 1275 Jahr — Geweiht von Papst Gregor X. in Anwesenheit von Kaiser Rudolf I. von Habsburg
- 8 Meter — Durchmesser der Rosette aus dem 13. Jahrhundert, die den mittelalterlichen Kosmos darstellt
- 40 Tonnen — Gewicht der großen Fisk-Orgel mit über 7.000 Pfeifen, das größte Instrument der Schweiz
📍 Place de la Cathédrale, 1014, Lausanne