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Ort des Führerbunkers
Ein gewöhnlicher Wohnparkplatz ist alles, was den Ort markiert, an dem Adolf Hitler die letzten Kriegswochen verbrachte und am dreißigsten April 1945 Selbstmord beging. Eine einzige bescheidene Informationstafel ist die einzige Anerkennung dessen, was darunter begraben liegt.
Über diesen Ort
Unter diesem unscheinbaren Parkplatz, etwa achteinhalb Meter unter der Erde, lag der Führerbunker, der tiefe Luftschutzbunker, der zum letzten Sitz des NS-Regimes wurde. Hitler zog am sechzehnten Januar 1945 in diese engen, feuchten Räume ein und kam nur noch selten heraus. Über der Erde stand die Neue Reichskanzlei, der monumentale Regierungspalast, entworfen von Albert Speer; heute ist davon nichts mehr übrig. Als die Rote Armee durch die Straßen Berlins kämpfte, heiratete Hitler Eva Braun am neunundzwanzigsten April im Bunker und das Paar beging am folgenden Tag Selbstmord. Die Sowjets und später die DDR-Behörden demolierten die Ruinen, und jahrzehntelang wurde der Standort bewusst anonym gelassen, um zu verhindern, dass er zu einem Wallfahrtsort wurde. Erst 2006 wurde in der Nähe eine einfache Tafel aufgestellt, die den Grundriss des Bunkers für Passanten erklärt, die sonst ohne einen zweiten Blick über den Ort gehen würden.
Wissenswertes
- 8.5 Meter — Die Tiefe, in der der Bunker unter dem Garten der Reichskanzlei lag
- 30 April 1945 — Der Tag, an dem Hitler angesichts der nahenden sowjetischen Truppen Selbstmord beging
- 2006 Jahr — Als die einzige Markierung, eine einzelne Informationstafel, endlich installiert wurde
📍 Gertrud-Kolmar-Straße, 10117, Berlin