Denkmal für die ermordeten Juden Europas (Holocaust-Mahnmal)
Ein riesiges, welliges Feld aus 2.711 grauen Betonstelen südlich des Brandenburger Tors. Dies ist Deutschlands zentrales Mahnmal für die bis zu sechs Millionen im Holocaust ermordeten Juden, mit einem unterirdischen Ort der Information darunter.
Über diesen Ort
Entworfen vom amerikanischen Architekten Peter Eisenman und eröffnet am 10. Mai 2005, sechzig Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs, erstreckt sich dieses Denkmal über rund neunzehntausend Quadratmeter im Zentrum Berlins. Seine 2.711 Betonstelen stehen in einem strengen Raster auf welligem Boden, ihre Höhen reichen von kaum zwanzig Zentimetern bis zu fast fünf Metern, so dass Besucher, die das Feld betreten, allmählich unter der umliegenden Stadt versinken, bis der Lärm der Straßen verstummt. Eisenman ließ die Bedeutung bewusst offen und bot keine Namen, keine Symbole und keine Inschriften oberirdisch an, nur ein geordnetes System, das sich von innen beunruhigend und desorientierend anfühlt. Die Antworten liegen unterirdisch, im Ort der Information, wo vier Themenräume die Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden anhand von Tagebüchern, Fotos, Abschiedsbriefen und den Namen bekannter Opfer dokumentieren. Das Denkmal war das Ergebnis fast zweier Jahrzehnte heftiger öffentlicher Debatten, bevor der Bundestag es 1999 endlich genehmigte.
Wissenswertes
- 2711 Stelen — Betonpfeiler unterschiedlicher Höhe bilden das Stelenfeld
- 19000 m2 — Die Fläche des Berliner Zentrums, die das Mahnmalsfeld bedeckt
- 2005 Jahr — Das Mahnmal wurde eingeweiht, sechzig Jahre nach Kriegsende
📍 Cora-Berliner-Straße 1, 10117, Berlin