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Topographie des Terrors

Auf dem Boden, auf dem die Gestapo und die SS einst eine kontinentweite Verfolgungsmaschinerie lenkten, legt dieses Dokumentationszentrum den Terror offen. Ein offener Graben mit ausgegrabenen Kellerwänden verläuft unter einer schlichten grauen Halle, neben dem längsten erhaltenen Abschnitt der Berliner Mauer im Stadtzentrum.

Über diesen Ort

Zwischen 1933 und 1945 beherbergten die Gebäude entlang dieser Straße, damals Prinz-Albrecht-Straße genannt, die zentralen Institutionen der NS-Verfolgung: die Geheime Staatspolizei, die Gestapo, die Führung der SS und das Reichssicherheitshauptamt. Von diesen Büros aus ordneten Beamte Verhaftungen, Deportationen und Massenmorde im besetzten Europa an, und im Keller betrieb die Gestapo ein „Hausgefängnis“, in dem Regimegegner verhört und gefoltert wurden. Alliierte Bombenangriffe und Nachkriegsabriss löschten die Gebäude aus, und jahrzehntelang lag das Gelände brach und vergessen. 1987 konfrontierte eine temporäre Ausstellung erstmals die Stille, und 2010 wurde ein permanentes Dokumentationszentrum, entworfen von der Architektin Ursula Wilms, neben den freigelegten Fundamenten eröffnet. Heute ist es einer der meistbesuchten Erinnerungsorte Deutschlands und zieht jedes Jahr mehr als eine Million Menschen an einen Ort, der sich weigert, die Täter vergessen zu lassen.

Wissenswertes

  • 1933 Jahr — Die Gestapo zog in die Gebäude dieser Straße ein und begann zwölf Jahre des Terrors
  • 2010 Jahr — Das Dokumentationszentrum wurde auf dem ausgegrabenen Gelände eröffnet
  • 15000 Gefangene — Gegner des Regimes wurden hier im Gestapo-„Hausgefängnis“ im Keller festgehalten

📍 Niederkirchnerstraße 8, 10963, Berlin

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