Über diesen Ort
Der Schütting, der auf der Südseite des Marktplatzes direkt gegenüber dem Rathaus steht, ist das Haus der Bremer Kaufleute, das kaufmännische Gegengewicht zur politischen Macht des Rates. Er wurde zwischen 1537 und 1538 vom Antwerpener Meister Johann den Buschener erbaut, der seine Sandsteinfassade nach den Renaissancepalästen Flanderns gestaltete und dem Platz ein ausgesprochen kosmopolitisches, kaufmännisches Gesicht gab. Jahrhundertelang versammelte sich hier die Händlergilde, um Geschäfte abzuschließen, Streitigkeiten beizulegen und die Angelegenheiten einer Stadt zu regeln, die von ihren Schiffen lebte. Seit 1849 beherbergt er die Handelskammer Bremen, und über dem Hauptportal leuchten die Worte, die zum inoffiziellen Glaubensbekenntnis der ganzen Stadt wurden. 1944 durch Bombenangriffe niedergebrannt, wurde der Schütting bis 1956 originalgetreu wiederaufgebaut und bleibt das pulsierende kaufmännische Herz der Altstadt.
Wissenswertes
- 1538 Jahr — Das flämische Renaissance-Zunfthaus wurde auf dem Marktplatz fertiggestellt
- 1849 Jahr — Das Gebäude wurde zum Sitz der Bremer Handelskammer
- 1899 Jahr — Das berühmte Kaufmannsmotto wurde über dem Eingangsportal eingemeißelt
📍 Am Markt 13, 28195, Bremen