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Frauenkirche

Dresdens große Barockkirche, deren gewaltige Steinkuppel im Feuersturm vom Februar 1945 einstürzte und zwei Generationen lang als Trümmerberg lag. Aus ihren eigenen geborgenen Steinen wiederaufgebaut und 2005 neu geweiht, steht sie heute als Symbol der Versöhnung.

Über diesen Ort

Fertiggestellt im Jahr 1743 nach dem Entwurf des Stadtarchitekten George Bähr, krönte die Frauenkirche den Neumarkt mit einer so kühnen Sandsteinkuppel, dass Zeitgenossen sie die Steinerne Glocke nannten. Zwei Jahrhunderte lang war sie das Emblem des protestantischen Dresden, ihre glockenförmige Kurve war von weitem entlang der Elbe sichtbar. In der Nacht des 13. Februar 1945 wurde die Kirche vom Feuersturm ausgehöhlt, und am Morgen des 15. Februar gab die überhitzte Kuppel nach, fast sechstausend Tonnen Stein stürzten in das Kirchenschiff. Unter der DDR-Herrschaft wurde der geschwärzte Haufen absichtlich unberührt gelassen, ein stilles Kriegsdenkmal im Herzen einer sozialistischen Stadt. Erst nach der Wiedervereinigung sammelte eine internationale Anstrengung die erhaltenen Steine, nummerierte sie und setzte sie neu ein. Der Wiederaufbau, fertiggestellt und im Oktober 2005 neu geweiht, fügt Tausende dunkler Originalblöcke in den hellen neuen Sandstein ein, so dass das Gebäude die Narben seiner eigenen Zerstörung trägt. Sein goldenes Turmkreuz, ein Geschenk des britischen Volkes, wurde von einem Silberschmied geschmiedet, dessen Vater in den Bombern geflogen war, die die Stadt zerstörten.

Wissenswertes

  • 67 Meter — Höhe der Sandsteinkuppel, die Steinerne Glocke, einst als ingenieurtechnisches Wunder gefeiert
  • 1945 Jahr — Die ausgebrannte Kirche stürzte am 15. Februar um 10 Uhr morgens ein, zwei Tage nach dem Feuersturm
  • 45 Jahre — Die geschwärzten Ruinen blieben über Jahrzehnte der DDR-Herrschaft als Kriegsdenkmal erhalten

📍 Neumarkt, 01067, Dresden

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