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Fürstenzug

Eine 102 Meter lange Kavalkade sächsischer Herrscher reitet lautlos über die Wand der alten Stallungen, vollständig aus glänzendem Meissner Porzellan gefertigt. Es ist das größte Porzellankunstwerk der Erde und überstand den Feuersturm, der alles um ihn herum niederwalzte.

Über diesen Ort

Entlang der Augustusstraße an der Außenmauer des Stallhofs, des ehemaligen Stallhofs des Dresdner Schlosses, erstreckt sich der Fürstenzug, eine berittene Parade des Hauses Wettin, der Dynastie, die Sachsen mehr als acht Jahrhunderte lang regierte. Fünfunddreißig Markgrafen, Kurfürsten, Herzöge und Könige reiten in chronologischer Reihenfolge von 1127 bis 1904, gefolgt von Gelehrten, Künstlern, Handwerkern, Soldaten, Bauern und Kindern. Ursprünglich in den 1870er Jahren in einer filigranen Putztechnik geschaffen, verblasste das Bild im sächsischen Wetter so stark, dass es zu Beginn des Jahrhunderts auf rund dreiundzwanzigtausend handbemalten Porzellanfliesen wiederbelebt wurde. Diese Wette auf keramische Haltbarkeit zahlte sich auf dramatischste Weise aus, als das Wandbild die Bombardierung von 1945, die die umliegende Altstadt in Schutt und Asche legte, fast unbeschädigt überstand.

Wissenswertes

  • 102 Meter — Die Länge des Wandbildes, das größte Porzellankunstwerk der Welt
  • 23000 Fliesen — Handbemalte Meissner Porzellanfliesen bilden das vollständige Bild
  • 35 Herrscher — Markgrafen, Kurfürsten, Herzöge und Könige aus dem Haus Wettin reiten in der Prozession

📍 Stallhof, 01067, Dresden

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