Kreuzkirche
Die Kreuzkirche erhebt sich am südöstlichen Rand des Altmarktes, die größte Kirche Sachsens und Heimat eines der ältesten Knabenchöre der Welt. Ihre ausgebrannte Hülle und der bewusst schlichte Innenraum stehen als stummes Zeugnis der Zerstörung vom Februar 1945.
Über diesen Ort
Die Kreuzkirche steht seit Jahrhunderten an der Ecke des Dresdner Altmarktes, ihr zweiundneunzig Meter hoher Turm ein fester Punkt über der Altstadt und Sitz des Landesbischofs der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Seit mehr als siebenhundert Jahren ist sie die Heimat des Dresdner Kreuzchores, des gefeierten Knabenchores, dessen junge Stimmen hier Woche für Woche erklangen, selbst in den Jahren, als die nationalsozialistische Diktatur ihren Griff um die Stadt festigte und ihre jüdischen Bürger aus dem öffentlichen Leben verdrängt wurden. In der Nacht des 13. Februar 1945 geriet die Kirche im alliierten Feuersturm in Brand und brannte von innen aus, sodass nur die verkohlten Außenmauern stehen blieben, während der Platz davor zu einem Ort unvorstellbarer Schrecken wurde. Langsam zwischen 1946 und 1955 wiederaufgebaut und zum zehnten Jahrestag des Bombenangriffs wiedereröffnet, wurde das Innere rau und grau gelassen, anstatt zu seinem früheren Glanz wiederhergestellt zu werden, eine bewusste Narbe, die die Erinnerung an jene Nacht für jeden sichtbar hält, der eintritt.
Wissenswertes
- 92 Meter — Die Höhe des Westturms, seit Jahrhunderten ein Wahrzeichen über dem Altmarkt
- 11 Chorknaben — Mitglieder des Kreuzchores, die beim Bombenangriff am 13. Februar 1945 ums Leben kamen
- 1955 Jahr — Die Kirche wurde genau zehn Jahre nach dem Bombenangriff wiedereröffnet, mit einem bewusst schlichten Innenraum
📍 An der Kreuzkirche 1, 01067, Dresden