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Fischmarkt mit dem Rathaus und dem Roland

Das zeremonielle Herz der Erfurter Altstadt, ein kompakter Platz, der von reich verzierten Renaissance-Kaufmannshäusern gesäumt wird. In seiner Mitte wacht seit 1591 ein geharnischter römischer Krieger aus Stein, beobachtet vom hoch aufragenden neugotischen Rathaus.

Über diesen Ort

Einst der Umschlagplatz des mittelalterlichen Erfurter Fischhandels, wurde der Fischmarkt längst zur bürgerlichen Bühne der Stadt, dem Ort, an dem Räte vereidigt, Proklamationen verlesen und Bürger versammelt wurden. Seine vier Seiten bewahren einen bemerkenswerten Querschnitt der Baugeschichte der Stadt, von den Giebelfassaden der Renaissance, die auf dem Vermögen des Färberwaidhandels errichtet wurden, bis zum hoch aufragenden neugotischen Rathaus, das in den 1870er Jahren fertiggestellt wurde. In der Mitte erhebt sich die Figur, die die Einheimischen einfach Römer nennen, ein voll bewaffneter Krieger, der die Stadtfahne trägt und 1591 vor dem prächtigen Haus zum Breiten Herd aufgestellt wurde. Obwohl er oft Roland genannt wird, nach den Freiheitsstatuen der Reichsstädte, hatte Erfurt nie diesen Rang inne, was ihm das liebevolle Etikett des Erfurter falschen Roland eingebracht hat. Zusammen bilden die Statue, die Kaufmannshäuser und das freskengeschmückte Rathaus diesen Platz zu einer kompakten Lektion in fünf Jahrhunderten bürgerlichen Stolzes.

Wissenswertes

  • 1591 Jahr — Die bewaffnete 'Römer'-Statue wurde auf dem Platz vor dem Haus zum Breiten Herd errichtet
  • 1874 Jahr — Das neugotische Rathaus wurde nach vierjähriger Bauzeit fertiggestellt
  • 4 Legenden — Die Wandgemälde des Rathauses illustrieren die Sagen von Faust, Luther, Tannhäuser und dem Grafen von Gleichen

📍 Fischmarkt, 99084, Erfurt

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