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Erfurter Dom (Mariendom)

Ein hoch aufragender gotischer Dom, der Erfurts Hügel krönt, über eine große offene Treppe erreichbar und berühmt für die größte mittelalterliche Glocke, die noch irgendwo auf der Welt läutet.

Über diesen Ort

Der Dom St. Marien erhebt sich über dem weiten Domplatz auf einem grünen Hügel und bildet die eine Hälfte der unverkennbaren Zwillingskirchen-Silhouette Erfurts, wobei er sich den Hügel mit der schlanken Severikirche teilt. An diesem Ort wird seit der Gründung einer Kirche durch den Missionarbischof St. Bonifatius im Jahr 742 Gottesdienst gehalten, und das Gebäude wuchs über die mittelalterlichen Jahrhunderte von einer romanischen Basilika zu einem hoch aufragenden gotischen Meisterwerk heran. Um den Chor über den abfallenden Hang hinaus zu schieben, errichteten die Baumeister riesige künstliche Gewölbe, die sogenannten Kavaten. Im Inneren leuchten gefeierte Chorfenster von fast neunzehn Metern Höhe, gefüllt mit Glasmalereien aus der Zeit um 1400, während hoch im Turm die Gloriosa hängt, die größte freischwingende mittelalterliche Glocke der Welt. In diesem Dom wurde ein junger Martin Luther 1507 zum Priester geweiht, was der Kirche einen bleibenden Platz in der Geschichte der Reformation verschaffte.

Wissenswertes

  • 742 AN — Der Heilige Bonifatius gründete die erste Kirche auf dem Domhügel
  • 11450 Kilogramm — Gewicht der Gloriosa, der größten mittelalterlichen Glocke, die noch auf der Welt läutet
  • 70 Schritte — Die große Steintreppe, die vom Domplatz zu den beiden Kirchen auf dem Hügel führt

📍 Severihof, 99084, Erfurt

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