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Predigerkirche

Ein riesiger, schlichter gotischer Saal ohne einzige äußere Strebepfeiler, die Wirkungsstätte des mittelalterlichen Mystikers Meister Eckhart und einst ein Kriegsgefangenenlager, dessen Nachkriegsfenster aus geborgenen Glasscherben zusammengesetzt wurden.

Über diesen Ort

Die Predigerkirche wurde ab dem 13. Jahrhundert für die Erfurter Dominikanermönche erbaut und zwischen 1340 und 1350 in großem Maßstab umgebaut. Sie ist eine der größten erhaltenen Bettelordenskirchen Deutschlands. Ihr 76 Meter langes Kirchenschiff wird von dreißig achteckigen Säulen ohne Strebepfeiler getragen. Hier wurde Meister Eckhart, der einflussreichste deutsche Mystiker des Mittelalters, als Novize ausgebildet und leitete später die Dominikanerprovinz Sachsen, bevor seine Lehren posthum vom Papst verurteilt wurden. Die Kirche überstand eine Zeit als napoleonisches Kriegsgefangenenlager und schwere Kriegsschäden; ihre heutigen Fenster sind aus Scherben zusammengesetzt, die nach 1945 geborgen wurden.

Wissenswertes

  • 1229 Jahr — Die ersten Dominikanermönche trafen nachweislich in Erfurt ein
  • 76 m — Länge des Langhauses, eine der größten Bettelordenskirchen Deutschlands
  • 4302 Orgelpfeifen — Die Schuke-Orgel von 1977, die einst von den Vorgängern von Johann Pachelbel in diesem Amt gespielt wurde

📍 Predigerstraße 5, 99084, Erfurt

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