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Hauptkirche St. Jacobi

Eine mittelalterliche Pilgerkirche, die den Großen Brand von 1842 überlebte, nur um im Juni 1944 durch Bomben zerstört zu werden, während ihre berühmte Arp-Schnitger-Orgel entkam, weil die Pfeifen rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden waren.

Über diesen Ort

Erstmals 1255 als Kapelle vor den Toren der Stadt für Pilger auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela erwähnt, entwickelte sich St. Jacobi zu einer gotischen Backsteinhallenkirche und wurde zu einer der fünf Hamburger Hauptkirchen. Sie überstand den Großen Brand von 1842 unbeschadet, doch am 18. Juni 1944 setzte ein alliierter Luftangriff die Kirche in Brand, das Kirchenschiff brannte aus und die Turmspitze stürzte durch die Gewölbe. Ihr größter Schatz überlebte: Die 1693 von Arp Schnitger erbaute Orgel mit sechzig Registern und rund viertausend Pfeifen war 1942 teilweise demontiert und ihr Pfeifenwerk in Sicherheit gebracht worden, und auch die mittelalterlichen Altäre der Kirche waren rechtzeitig evakuiert worden. Bis 1963 nach mittelalterlichem Entwurf wiederaufgebaut, trägt St. Jacobi eine bewusst moderne Kupferturmspitze von 125 Metern Höhe, eine stille Anerkennung dafür, dass der Bruch der Kriegsjahre nicht unsichtbar gemacht werden kann.

Wissenswertes

  • 1255 Jahr — Erste urkundliche Erwähnung von St. Jacobi, damals eine Kapelle außerhalb der Stadtmauern, die Pilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela bediente
  • 4000 Pfeifen — Ungefähre Anzahl der Pfeifen der Arp-Schnitger-Orgel von 1693, die dem Feuersturm von 1944 entging, da die Pfeifen 1942 in ein sicheres Lager gebracht worden waren
  • 125 Meter — Höhe des bewusst modernen Turms, der 1963 fertiggestellt wurde, um den am 18. Juni 1944 zerstörten Turm zu ersetzen

📍 Jakobikirchhof 22, 20095, Hamburg

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