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Stadthaus (Gedenkort Stadthaus)
Eine elegante Arkade aus hellem Stein, die einst die meistgefürchtete Adresse Norddeutschlands war, der Sitz der Hamburger Gestapo. Heute bewahrt eine kleine Gedenkstätte die Erinnerung an diejenigen, die hinter ihren Mauern verhört und gefoltert wurden.
Über diesen Ort
An der Stadthausbrücke in Hamburgs Neustadt gelegen, wirkt dieser stattliche Komplex miteinander verbundener Gebäude wie jede andere vornehme Ecke der Altstadt, die heute Geschäfte, ein Hotel, Restaurants und eine ruhige Arkade beherbergt. Doch von 1933 bis 1943 diente er als Hauptquartier der Hamburger Gestapo und der Kriminalpolizei, dem Kommandozentrum, von dem aus der nationalsozialistische Terror in ganz Norddeutschland organisiert wurde. Gefangene wurden in engen Kellerzellen untergebracht und in den darüber liegenden Verhörräumen misshandelt. Nach dem Krieg waren die hier begangenen Verbrechen lange vergessen, und die Umwandlung des Ortes in eine Geschäftsarkade löste eine erbitterte öffentliche Debatte darüber aus, wie und wie prominent der Opfer gedacht werden sollte. Seit Januar 2020 erzählt eine Dauerausstellung, der Geschichtsort Stadthaus, diese Geschichte.
Wissenswertes
- 1933 Jahr — Die Gestapo übernahm das Stadthaus und machte es zum Kommandozentrum des NS-Terrors in Norddeutschland
- 260 Beamte — 1944 beschäftigte die Hamburger Gestapo rund so viele Menschen, die von hier aus Verhaftungen und Verhöre leiteten
- 50 Quadratmeter — Die Größe des Denkmals, das schließlich in der Arkade eröffnet wurde, ein Bruchteil der 750, die der Investor versprochen hatte
📍 Stadthausbrücke 8a, 20355, Hamburg