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Altes Rathaus

Hannovers ältestes weltliches Gebäude, ein Juwel aus leuchtend roter Backsteingotik, das Schulter an Schulter mit der Marktkirche auf dem Marktplatz steht. Seine kunstvollen Staffelgiebel und Terrakottaverzierungen haben Feuer, Krieg und jahrhundertelange bürgerliche Dramen überstanden.

Über diesen Ort

Aufsteigend aus der rekonstruierten Altstadt in der Karmarschstraße ist das Alte Rathaus ein seltener Überrest des mittelalterlichen Hannovers und die südlichste Blüte der norddeutschen Backsteingotik, einem Stil, der an der Ostseeküste der Hansestädte besser zu Hause ist. Im vierzehnten Jahrhundert wurde eine Backsteinverkleidung über einem noch älteren Steinkern angebracht, und als die Stadt durch den Handel reich wurde, wurde der Marktflügel zwischen 1453 und 1455 mit hoch aufragenden Staffelgiebeln, einem Fries aus Miniaturtürmen und verzierten Dachgauben mit glasierten Ziegeln umgebaut. Jahrhundertelang diente dieser einzelne Komplex als Ratssaal, Gerichtssaal, Gefängnis, Marktkeller und sogar als Standort der ersten Apotheke der Stadt, die 1568 eröffnet wurde. Vom Architekten Conrad Wilhelm Hase im späten neunzehnten Jahrhundert sorgfältig zu seinem mittelalterlichen Antlitz restauriert, 1943 durch Bombenangriffe zerstört und in den 1950er Jahren wiederaufgebaut, steht es heute als vielschichtiges Denkmal für Hannovers Widerstandsfähigkeit und beherbergt heute das Standesamt, wo Paare heiraten.

Wissenswertes

  • 1410 Jahr — Der Backsteinbau begann an dem, was heute Hannovers ältestes erhaltenes weltliches Gebäude ist
  • 1568 Jahr — Hannovers allererste Apotheke eröffnete im Renaissance-Flügel des Rathauses
  • 1943 Jahr — Alliierte Bombenangriffe legten die Markt- und Schmiedestraßenflügel bis auf die Außenmauern lahm

📍 Markt, 30159, Hannover

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