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Maschsee

Ein schimmernder künstlicher See, der sich fast zweieinhalb Kilometer südlich des Stadtzentrums erstreckt und Hannovers beliebter Ort zum Segeln, Spazierengehen und für Sommerfeste ist. Unter seiner fröhlichen Oberfläche verbirgt sich eine weitaus dunklere Geschichte von Handarbeit während der NS-Zeit.

Über diesen Ort

Der Maschsee ist das größte Gewässer Hannovers, ein langes silbernes Band von rund achtundsiebzig Hektar, eingebettet in die ehemaligen Auen der Leine südlich des Zentrums. Obwohl er mit Pappeln gesäumt und von Promenaden gesäumt natürlich wirkt, ist er vollständig künstlich angelegt, zwischen 1934 und 1936 fast von Hand ausgehoben als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, die das nationalsozialistische Regime zu einem Propagandatheater machte. Heute ist der See reine Erholung: Im Sommer gleiten Segelboote und Ausflugsdampfer darüber, Jogger umrunden seinen sechs Kilometer langen Weg, und jeden August zieht das weitläufige Maschseefest rund zwei Millionen Besucher an seine Ufer. Er bleibt das ehrliche, leicht zwiespältige Herz des modernen Hannovers, ein Ort der Muße, der nie ganz vergessen hat, wie er entstanden ist.

Wissenswertes

  • 1936 Jahr — Der See wurde am 21. Mai vor rund 200.000 Zuschauern feierlich eröffnet
  • 1650 Arbeiter — Arbeitslose Männer gruben das gesamte Becken von Hand für sogenannte Hungerlöhne aus
  • 78 Hektar — Oberfläche, was ihn zum größten Gewässer der ganzen Stadt macht

📍 Nordufer, 30169, Hannover

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