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NS-Dokumentationszentrum (Ort des "Braunen Hauses")

Ein schlichter weißer Kubus an der Brienner Straße, das Dokumentations- und Lernzentrum über den Nationalsozialismus in München. Er steht auf dem genauen Grund, wo einst das „Braune Haus“, die damalige Parteizentrale der NSDAP, stand.

Über diesen Ort

Dieses schlichte weiße Gebäude lehnt sich bewusst die Erhabenheit seiner Umgebung ab, und das ist der Sinn der Sache. Es nimmt den Platz des ehemaligen Palais Barlow ein, der neoklassizistischen Villa, die die NSDAP 1930 kaufte und zum „Braunen Haus“, ihrem zentralen Hauptquartier nahe dem Königsplatz, umbaute. Von hier aus verwaltete die Partei ihre wachsende Bewegung, führte ihr Mitgliederverzeichnis und betrieb ihre Propagandamaschine. Adolf Hitler hatte ein Arbeitszimmer in dem Gebäude, ebenso wie Rudolf Heß, Ernst Röhm und andere hochrangige Persönlichkeiten, und nach 1933 wurden in seinen Kellern Gefangene festgehalten und misshandelt. Bombenangriffe der Alliierten zerstörten die Villa, und ihre Ruinen wurden 1947 abgeräumt. Fast siebzig Jahre lang blieb das Grundstück leer, eine unbeholfene Lücke, die die Stadt nicht zu füllen wusste, bis hier 2015 das Dokumentationszentrum als Ort der Forschung, des Lernens und der ehrlichen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit eröffnet wurde.

Wissenswertes

  • 1930 Jahr — Die NSDAP kaufte hier das Palais Barlow für ihr nationales Hauptquartier
  • 2015 Jahr — Das Dokumentationszentrum wurde siebzig Jahre nach der Befreiung auf diesem leeren Grundstück eröffnet
  • 4 Böden — Die Ausstellung erstreckt sich über vier obere Stockwerke und wird von oben nach unten gelesen

📍 Brienner Straße 1, 80333, München

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