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Dutzendteiche

Zwei ruhige mittelalterliche Teiche im Herzen des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes, auf denen Familien heute Boot fahren – auf Gewässern, in denen sich einst die unvollendete Kongresshalle spiegelte. Die friedliche Oberfläche verbirgt, wie brutal die Nazis diese beliebte Erholungslandschaft umgestalteten.

Über diesen Ort

Der Dutzendteich ist eine der ältesten und beliebtesten Grünflächen Nürnbergs, eine Weiherkette, die im Mittelalter als Wasserreservoir angelegt wurde und seit Jahrhunderten als Ort der Erholung geschätzt wird. Als die Nationalsozialisten die umliegenden Wiesen für ihre Reichsparteitage auswählten, lag diese Idylle direkt im Weg ihrer Ambitionen. Ein Teil des Gewässers wurde trockengelegt und zugeschüttet, der alte Zoo und die Attraktionen am Seeufer wurden abgerissen, und das Ufer wurde neu gestaltet, um die monumentale Kongresshalle einzurahmen, die noch immer über dem Nordufer ragt. Heute sind die beiden Becken, der Große und der Kleine Dutzendteich, wieder ein öffentlicher Park, in dem die Einheimischen schwimmen, Rad fahren und rudern. Die Seen erfüllen heute eine Doppelrolle: Sie bieten sowohl ruhige Erholung als auch eine ernüchternde Erinnerung daran, dass der Machtapparat des Regimes selbst Wasser und Bäume umgestaltete.

Wissenswertes

  • 1430 Jahr — Ungefähres Datum, an dem die Teiche durch das Aufstauen eines kleinen Baches als Wasserreservoir angelegt wurden
  • 11 km² — Gesamtfläche des Parteitagsgeländes, das die Nazis um die Seen herum anlegten
  • 2 Becken — Das Gewässer wurde durch die Bauarbeiten des Regimes in den Großen und Kleinen Dutzendteich geteilt.

📍 Otto-Ernst-Schweizer-Straße, 90471, Nürnberg

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