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Schüsse an der Ecke Königstraße – Luitpoldstraße

Eine Gedenktafel markiert die Ecke, an der in der Nacht des 24. Juni 1982 ein rassistisch motivierter Anschlag vor der Diskothek Twenty Five drei Menschenleben forderte. Über vier Jahrzehnte lang war der Anschlag weitgehend vergessen, doch die Namen der Opfer stehen nun genau dort in Stein gemeißelt, wo sie fielen.

Über diesen Ort

Kurz vor zehn Uhr am Abend des 24. Juni 1982 näherte sich ein 26-jähriger Neonazi der Diskothek Twenty Five in der Königstraße 74 – einem beliebten Club mit vielen Schwarzen Gästen und nahe Nürnberg stationierten US-Soldaten – und eröffnete das Feuer. William Schenk (24), US-Army-Sergeant Rufus Surles (27) und der ägyptische Student Mohamed Ehap (21) wurden getötet. Drei weitere Personen wurden verletzt. Ein Gast rang dem Angreifer eine Waffe ab, welcher daraufhin in die nahegelegene Klaragasse floh, von der Polizei angeschossen wurde und sich anschließend selbst erschoss. Er stand nie vor Gericht. Das Verbrechen verschwand für über vierzig Jahre aus dem öffentlichen Gedächtnis. Eine Gedenktafel an dieser Ecke, die nach jahrelangem Einsatz von Überlebenden und Aktivisten angebracht wurde, nennt nun alle drei Opfer und kritisiert ausdrücklich das Vergessen, das dazu führte, dass dieser rassistische Anschlag so lange unbeachtet blieb.

Wissenswertes

  • 3 getötete Personen — William Schenk (24), US-Army-Sergeant Rufus Surles (27) und Mohamed Ehap (21) wurden bei dem Anschlag am 24. Juni 1982 vor der Diskothek Twenty Five erschossen.
  • 3 weitere Verletzte — Drei weitere Personen wurden verletzt, als der Neonazi-Angreifer in der Diskothek das Feuer eröffnete und entlang der Luitpoldstraße weiter schoss, bevor er in der Klaragasse in die Enge getrieben wurde.
  • 40 Jahre ohne Denkmal — Über vier Jahrzehnte nach dem Anschlag existierte kein offizielles Denkmal. Die Gedenktafel an dieser Ecke ist die erste öffentliche Anerkennung, die alle drei Opfer namentlich nennt und das Schweigen kritisiert.

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