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Das Rätsel vom Unschlittplatz – Kaspar Hauser

Am Pfingstmontag, dem 26. Mai 1828, tauchte aus dem Nichts ein Jugendlicher auf diesem mittelalterlichen Platz auf. Er trug geheimnisvolle Briefe bei sich und behauptete, sein ganzes Leben in einer dunklen Zelle eingesperrt verbracht zu haben. Er überlebte zwei Anschläge, bevor er im Alter von 21 Jahren an einer Stichwunde starb, und seine wahre Identität konnte nie geklärt werden.

Über diesen Ort

Der Unschlittplatz ist einer der ältesten Plätze Nürnbergs, ein ruhiger Pflasterabschnitt an der Pegnitz, wo der mittelalterliche Henkersteg und das Henkerhaus nur ein kurzes Stück nördlich stehen. Eine im Boden eingelassene Tafel markiert hier die genaue Stelle eines Ereignisses, das eines der berühmtesten ungelösten Rätsel der europäischen Geschichte auslöste. Am 26. Mai 1828 fanden zwei Schuster auf diesem Platz einen Jugendlichen, der kaum gehen und kaum sprechen konnte und zwei Briefe bei sich trug: einen für einen Rittmeister namens von Wessenig und einen, der den Jungen als Kaspar auswies, geboren am 30. April 1812, mit dem Wunsch, Soldat zu werden. Er behauptete, sein ganzes Leben in einer dunklen Zelle bei Brot und Wasser verbracht zu haben. Ein Lehrer namens Daumer nahm ihn auf, und die Stadt war fasziniert. Zwei Anschläge auf sein Leben folgten rasch hintereinander, beide in Nürnberg. Der dritte am 14. Dezember 1833 in Ansbach verlief tödlich: Er kam mit einer Stichwunde aus dem Hofgarten nach Hause und starb drei Tage später im Alter von 21 Jahren. Eine am Tatort gefundene violette Tasche enthielt einen Zettel in Spiegelschrift. Sein Grabstein nennt ihn das Rätsel seiner Zeit, unbekannt in der Geburt, geheimnisvoll im Tod. DNA-Analysen in den Jahren 1996 und 2024 schlossen die Theorie eines gestohlenen badischen Erbprinzen aus, aber wer er war und wer ihn tötete, wurde nie geklärt.

Wissenswertes

  • 1828 Jahr — Kaspar Hauser tauchte am Pfingstmontag, dem 26. Mai 1828, auf diesem Platz auf, ein Jugendlicher ohne Erinnerung an die Außenwelt und ohne Angaben zu seiner eigenen Herkunft.
  • 21 Jahre alt — Kaspar Hausers Alter, als er am 17. Dezember 1833 in Ansbach an einer Stichwunde starb. Er überlebte zwei frühere Anschläge in Nürnberg, bevor der dritte tödlich verlief.
  • 2 DNA-Studien — Unabhängige Analysen in den Jahren 1996 und 2024 schlossen beide die Theorie aus, dass Kaspar Hauser der gestohlene Erbe des Hauses Baden war, sodass seine Identität ungeklärt bleibt.

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