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Bildergalerie Sanssouci (Bildergalerie)
Ein langer goldener Saal östlich von Schloss Sanssouci, erbaut von Friedrich dem Großen zwischen 1755 und 1764 als ältester erhaltener Museumszweckbau Deutschlands. Im Inneren hängen Caravaggio, Rubens und van Dyck Rahmen an Rahmen über einem Marmorboden.
Über diesen Ort
Die Bildergalerie steht an der Stelle eines königlichen Gewächshauses, in dem Friedrich der Große einst Feigen und Melonen anbaute. Als seine Kunstkäufe die Räume von Sanssouci sprengten, ließ er das Gewächshaus vom Architekten Johann Gottfried Büring durch eine einstöckige Galerie ersetzen, die von einer zentralen Kuppel gekrönt wird und trotz der Wirren des Siebenjährigen Krieges 1764 fertiggestellt wurde. Achtzehn Marmorallegorien der Künste und Wissenschaften von Johann Gottlieb Heymüller und Johann Peter Benckert säumen die Gartenfassade, und das Innere ist ein durchgehender Saal aus vergoldetem Stuck, einem rautengemusterten Boden aus weißem und gelbem italienischem Marmor und dicht von Augenhöhe bis zur Decke gehängten Gemälden. Die Sammlung wurde 1806 von Napoleon geplündert, 1830 für das Berliner Alte Museum ausgedünnt und durch den Zweiten Weltkrieg zerstreut, doch heute hängen wieder etwa 140 Werke an den Wänden, darunter Caravaggios „Der Ungläubige Thomas“, sieben Gemälde von Rubens und fünf von van Dyck. Nach einer umfassenden Restaurierung wurde die Galerie 1996 wiedereröffnet.
Wissenswertes
- 1764 Jahr — Fertigstellung des ältesten erhaltenen, eigens als Museum errichteten Gebäudes in Deutschland
- 18 Marmorstatuen — Allegorien der Künste und Wissenschaften stehen zwischen den Fenstern der Gartenfassade
- 140 Gemälde — Werke von Caravaggio, Rubens, van Dyck und anderen hängen heute dicht an den grünen Wänden
📍 Wachtreppe 4, 14469, Potsdam