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Saarländisches Staatstheater

Ein kolossales neoklassizistisches Theater, das über der Saar thront, vom Nazi-Regime als Kulturfestung an der französischen Grenze erbaut und nach dem Krieg als glanzvollste Bühne des Saarlandes wiedergeboren wurde.

Über diesen Ort

Das Saarländische Staatstheater, das sich in hellem Stein direkt am Flussufer im Stadtteil St. Johann erhebt, ist eines der imposantesten und verstörendsten Gebäude Saarbrückens. In Auftrag gegeben von Joseph Goebbels und entworfen vom Architekten Paul Baumgarten, wurde es 1937 und 1938 als monumentales Propagandawerk errichtet – eine Belohnung für die Region, die in der Saarabstimmung von 1935 für die Rückgliederung an Deutschland gestimmt hatte, und eine gezielte kulturelle Bastion gegen das benachbarte Frankreich. 1938 als Gautheater Saarpfalz vor einem Publikum eröffnet, zu dem auch Hitler selbst gehörte, wurde das Theater während des Krieges im Inneren zerstört und anschließend geduldig wiederaufgebaut, bevor es 1948 mit Mozart statt Wagner wiedereröffnet wurde. Heute verbirgt seine strenge Säulenfassade ein florierendes Landestheater, dessen Großes Haus jedes Jahr Oper, Ballett, Schauspiel und Konzerte für Hunderte von Tausenden von Besuchern auf die Bühne bringt.

Wissenswertes

  • 1938 Jahr — Eröffnet als Gautheater Saarpfalz mit einer Gala, an der Hitler, Goebbels und Himmler teilnahmen
  • 875 Sitzplätze — Füllen den großen Zuschauersaal des Großen Hauses, der Hauptbühne des Theaters an der Saar
  • 700 Veranstaltungen — Werden hier in einer typischen Spielzeit für mehr als 200.000 Besucher aufgeführt

📍 Schillerplatz 1, 66111, Saarbrücken

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