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Marktplatz & Rathaus (Markt / Rathaus)

Schwerins schlagendes Herz seit dem zwölften Jahrhundert – ein gemütlicher Kopfsteinpflasterplatz, auf dem sich ein Rathaus mit Tudor-Fassade, eine schneeweiße Kolonnade und ein böse satirischer Löwe im Schatten des Doms aneinanderdrängen. Hier wurde die Stadt geboren, brannte nieder und wurde immer wieder neu aufgebaut.

Über diesen Ort

Der Altstädtische Markt ist der älteste öffentliche Platz in Schwerin. Er wurde angelegt, als Heinrich der Löwe die Stadt 1160 gründete, und erhielt nach dem großen Brand von 1651 seine heutige rechteckige Form. Jahrhundertelang war dies das politische, wirtschaftliche und religiöse Zentrum der Stadt – der einzige Ort, an dem Händler die Erlaubnis hatten, mit Lebensmitteln und handgefertigten Waren zu handeln. Drei Gebäude rahmen die Geschichte hier ein. An der Ostseite steht das Rathaus, das genau diesen Platz seit 1338 einnimmt und dreimal bis auf die Grundmauern niederbrannte, bevor es 1835 seine verspielte, mit Zinnen versehene Tudor-Fassade erhielt. Gegenüber erhebt sich das schneeweiße Säulengebäude, eine überdachte Markthalle aus den 1780er Jahren, deren vierzehn dorische Säulen und bewusst niedrige Dachlinie so gestaltet wurden, dass sie dem dahinter liegenden Dom niemals die Aufmerksamkeit stehlen. Und in der Mitte schleicht das Löwendenkmal, eine moderne und diebisch provokante Huldigung an den Herrscher, der alles begann.

Wissenswertes

  • 1338 Jahr — Das Rathaus steht seit 1338 genau an dieser Stelle und wurde nach drei Stadtbränden wieder aufgebaut.
  • 14 Säulen — Dorische Säulen prägen die Front des schneeweißen Säulengebäudes, einst eine überdachte Markthalle
  • 7 Meter — Die Höhe des satirischen Löwendenkmals für Stadtgründer Heinrich den Löwen

📍 Am Markt 14, 19055, Schwerin

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