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True Crime Berlin

Attentäter, Spione, Raubüberfälle und ein Schauprozess – neun echte Fälle im Herzen von Mitte.

2.0hDauer
3.3 kmDistanz
58 minHörzeit
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True Crime Berlin
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Worum geht's bei diesem Spaziergang?

Willkommen in Berlin, einer Stadt, die sich öfter neu erfunden hat als jede andere Hauptstadt Europas – königliche Residenz, Weimarer Metropole, geteilte Front des Kalten Krieges, wiedervereinte Hipster-Hochburg. Doch jede Version Berlins brachte ihre eigenen Verbrechen hervor, und im historischen Herzen von Mitte liegen sie übereinander geschichtet: Pistolenschüsse auf preußische Könige, ein Stasi-Offizier, der über einen Grenzübergang flieht, ein Schauprozess in einem Universitätshörsaal, eine Goldmünze, die aus einem Museum gerollt wird, ein Pelzmantel, der einen Bürgermeister zu Fall brachte. Auf diesem Spaziergang folgen wir den Spuren der berüchtigtsten echten Fälle Berlins und stehen genau an den Orten, an denen sie geschehen sind.

Was du sehen wirst

  1. 1

    Der Spion, der einfach ging – Tränenpalast

    Museum

    Unter dem Glas und Stahl des Tränenpalasts, der Ausreisehalle des Grenzübergangs Friedrichstraße, verließ Stasi-Oberleutnant Werner Stiller am 19. Januar 1979 mit einem Bündel geheimer Akten Ost-Berlin und löste damit den größten Spionageskandal des Kalten Krieges aus.

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  2. 2

    Schüsse auf dem Boulevard – Unter den Linden

    Boulevard

    Am Nachmittag des 2. Juni 1878 feuerte Dr. Karl Eduard Nobiling aus einem Fenster im zweiten Stock des damals mit der Nummer 18 versehenen Hauses Unter den Linden mit einer Schrotflinte auf die offene Kutsche des 81-jährigen Kaisers Wilhelm I. – der zweite Attentatsversuch auf diesem Boulevard innerhalb von drei Wochen.

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  3. 3

    Der Schauprozess gegen den Philosophen – Humboldt-Universität

    Universität

    Hinter den marmornen Humboldt-Brüdern Unter den Linden 6 entwarf der Philosophieprofessor Wolfgang Harich eine Reformplattform, die die Absetzung Walter Ulbrichts forderte. Die Stasi verhaftete ihn am 29. November 1956, und ein Schauprozess brachte ihm zehn Jahre Haft ein.

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  4. 4

    Die 100-Kilo-Münze – Bode-Museum

    Museum

    Unter der imposanten Kupferkuppel des Bode-Museums befindet sich eine der größten Münzsammlungen der Welt, und in den frühen Morgenstunden des 27. März 2017 stiegen Diebe vom dahinter liegenden Bahnviadukt ein, entwendeten eine 100 Kilogramm schwere kanadische Goldmünze im Wert von rund 3,75 Millionen Euro und transportierten sie auf einer Schubkarre in die Nacht davon.

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  5. 5

    Der ungelöste Anschlag – Neues Museum

    Museum

    Am Tag der Deutschen Einheit, dem 3. Oktober 2020, ging jemand unbemerkt durch das Neue Museum, das Pergamonmuseum und die Alte Nationalgalerie und bespritzte mindestens 70 antike Sarkophage, Skulpturen und Gemälde mit einer öligen Flüssigkeit. Es war der schlimmste Anschlag auf Berlins Staatliche Museen seit dem Zweiten Weltkrieg, und bis heute wurde niemand angeklagt.

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  6. 6

    Zwei Schüsse auf den König – Humboldt Forum

    Schloss

    Hinter der frisch gemeißelten Barockfassade des Humboldt Forums liegt der Grundriss des Berliner Schlosses, wo am Morgen des 26. Juli 1844 ein entlassener Kleinstadtbürgermeister beide Läufe einer Pistole auf die königliche Kutsche von König Friedrich Wilhelm IV. abfeuerte. Es war das erste Attentat auf einen preußischen König, und Berlin antwortete darauf mit einem Lied.

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  7. 7

    Die Pelzmantel-Affäre – Rotes Rathaus

    Rathaus

    Das Berliner Rathaus aus roten Backsteinen war die Bühne für den größten Korruptionsskandal der Weimarer Republik: 1929 kostete der Rechnungsbetrug der Gebrüder Sklarek die Stadt über zehn Millionen Reichsmark, und ein vergünstigter Pelzmantel für die Frau des Oberbürgermeisters stürzte Gustav Böss höchstselbst.

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  8. 8

    Eine Hand aus Messing – Rathausstraße

    Gedenkstätte

    Eine kleine Messingplatte, die vor den Rathauspassagen in der Rathausstraße 13 in das Pflaster eingelassen ist, trägt den Abdruck der Hand eines jungen Mannes: Hier wurde in den frühen Morgenstunden des 14. Oktober 2012 der zwanzigjährige Jonny K. zu Tode geprügelt, weil er einschritt, um einem Freund zu helfen.

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  9. 9

    Buddha der Mordkommission – Alexanderplatz

    Gedenkstätte

    Wo heute das rosa Einkaufszentrum Alexa steht, erhob sich die Rote Burg, das häuserblockgroße Polizeipräsidium aus rotem Backstein von 1890, aus dessen erstem Stock der 120 Kilo schwere Kriminalkommissar Ernst Gennat, Spitzname Buddha, 1926 die moderne Mordkommission erfand und Berlins Serienmörder jagte.

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