Köln · DE
True Crime Köln
Meisterfälscher, Geiseldramen und ein Domschatzraub
Worum geht's bei diesem Spaziergang?
Willkommen in Köln, einer Stadt, die für ihren emporragenden gotischen Dom, ihre Rheinpromenade und ihren legendären Karnevalsgeist bekannt ist. Doch hinter den Postkartenansichten verbirgt sich eine düstere Chronik: gefälschte Meisterwerke, ein Geiseldrama, fehlgeschlagene Bombenanschläge und ein gewagter nächtlicher Raubüberfall auf den Domschatz – all das spielte sich auf Plätzen ab, die täglich von Tausenden Menschen überquert werden. Unsere Reise beginnt am Neumarkt, vor dem Auktionshaus, in dem ein einziges gefälschtes Gemälde die Kunstwelt täuschte.
Was du sehen wirst
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1
Die Titanweiß-Fälschung – Kunsthaus Lempertz (Neumarkt 3)
Auktionshaus
Im November 2006 verkaufte dieses Kölner Auktionshaus einen „verschollenen“ Campendonk aus dem Jahr 1914 für die Rekordsumme von 2,4 Millionen Euro, doch das Bild wurde vom Meisterfälscher Wolfgang Beltracchi gemalt, der durch eine einzige Tube Titanweiß überführt und zu sechs Jahren Haft verurteilt wurde.
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2
Das Gladbecker Fluchtauto - WDR-Arkaden
Straße
Am 18. August 1988 parkten die Gladbecker Geiselnehmer ihr Fluchtauto mit zwei 18-jährigen Geiseln auf der Rückbank auf diesem Abschnitt der Breiten Straße, wo sich Reporter für Live-Interviews drängten und einer sogar einstieg, um sie zur Autobahn zu lotsen. An diesem Nachmittag endete ein Polizeizugriff auf der A3 mit 62 Schüssen und dem Tod einer der Geiseln.
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3
Die Müll-Millionen – Alter Markt
Quadrat
Zwischen 1994 und 1999 leiteten Firmen, die von Kölns 820 Millionen Mark teurer Müllverbrennungsanlage profitierten, heimlich Geld an die den Rat in diesem Rathaus führende SPD weiter, gewaschen über gefälschte Quittungen für Kleinspenden. Der im März 2002 aufgedeckte Skandal endete mit einer Haftstrafe für den Manager der Verbrennungsanlage und Bewährungsstrafen für den Müllmagnaten Hellmut Trienekens und den ehemaligen Oberstadtdirektor Klaus Heugel.
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4
Die Kofferbomben, die versagten - Hohenzollernbrücke
Brücke
Am 31. Juli 2006 fuhren zwei Kofferbomben in Regionalzügen aus Köln Hbf über diese Brücke; um 14:30 Uhr lösten die Zeitschaltuhren aus, ein Baufehler verhinderte die Explosionen und einer der beiden Attentäter wurde später zu lebenslanger Haft verurteilt.
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5
Die Hooligan-Ausschreitungen – Breslauer Platz
Platz
Am Sonntag, dem 26. Oktober 2014, versammelten sich rund 4.800 Hooligans und Rechtsextreme auf diesem Platz hinter dem Kölner Hauptbahnhof, randalierten anschließend mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern, kippten einen Polizeiwagen um und verletzten Dutzende Einsatzkräfte.
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6
Der Domschatzraub - Domschatzkammer
Dom
In der Nacht vom 1. auf den 2. November 1975 kletterten drei Männer auf das Domgerüst, glitten durch einen Lüftungsschacht in die 'optimal gesicherte' Schatzkammer im Nordquerhaus und entkamen mit Monstranzen, einer Pax-Tafel und zwölf Bischofskreuzen. Hinweise aus der Kölner Unterwelt brachten sie zu Fall, doch die goldene Monstranz von 1657 war bereits eingeschmolzen.
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7
Der Silvester-Terroralarm – Roncalliplatz
Platz
Kurz vor Weihnachten 2023 führte ein Hinweis auf einen angeblichen islamistischen Plan, den Kölner Dom an Silvester mit einem Auto anzugreifen, dazu, dass der Dom für Touristen geschlossen wurde und rund 1.000 Einsatzkräfte auf diesem Platz Wache hielten. Fünf Männer wurden festgenommen, aber niemand wurde wegen eines Anschlagsplans in Köln verurteilt.
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8
Die Nacht, in der Köln versagte – Bahnhofsvorplatz
Platz
In der Silvesternacht 2015/16 wurden auf diesem Bahnhofsvorplatz und den Domtreppen hunderte Frauen umzingelt, begrapscht und bestohlen, während eine überforderte Polizei die Nacht als weitgehend ruhig bezeichnete. Von 1.210 Anzeigen wurden nur drei Personen jemals wegen Sexualdelikten verurteilt.
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