München · DE
Dunkle Geschichte — München, Hauptstadt der Bewegung
Ein nüchterner Gedenkmarsch durch die Stadt, in der der Nationalsozialismus geboren wurde.
Worum geht's bei diesem Spaziergang?
Willkommen zu einem nüchternen Gedenkweg durch die Stadt, die die Nazis einst die "Hauptstadt der Bewegung" nannten. München ist der Ort, an dem der Nationalsozialismus geboren, organisiert und gefeiert wurde, und auf dieser etwa zweistündigen Route durch das Zentrum werden wir uns dieser Geschichte ehrlich und respektvoll stellen. Wir beginnen am Königsplatz, dem Platz, den das Regime als Kult- und Aufmarschgelände pflasterte, und gehen am Dokumentationszentrum am Ort des "Braunen Hauses" vorbei zum Odeonsplatz, wo der Putsch von 1923 an der Feldherrnhalle gestoppt wurde. Von der stillen Bronzeline der Viscardigasse bis zu den Bierhallen, in denen die Partei erstmals auf die Bühne trat, und schließlich zum Alten Rathaus und Marienplatz zeichnen wir nach, wie eine Bewegung eine Stadt ergriff. Dies ist eine Reise der Erinnerung, keine Unterhaltung. Bitte durchschreiten Sie diese Orte mit der gebotenen Ernsthaftigkeit.
Was du sehen wirst
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1
Königsplatz
Quadrat
Ein monumentaler neoklassizistischer Platz, den die Nazis in einen steinernen Exerzierplatz und Kultstätte für ihre Bewegung verwandelten. Die zerstörten Sockel zweier Ehrentempel stehen noch an seinem Ostrand als stumme Zeugen dieser Geschichte.
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2
NS-Dokumentationszentrum (Ort des "Braunen Hauses")
Museum
Ein schlichter weißer Kubus an der Brienner Straße, das Dokumentations- und Lernzentrum über den Nationalsozialismus in München. Er steht auf dem genauen Grund, wo einst das „Braune Haus“, die damalige Parteizentrale der NSDAP, stand.
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3
Odeonsplatz & die Feldherrnhalle
Wahrzeichen
Eine elegante italienisierende Loggia am Kopf des Odeonsplatzes, nach dem Vorbild der Florentiner Loggia dei Lanzi. Hier endete am 9. November 1923 ein Schusswechsel Hitlers Hitlerputsch, und die Nazis machten die Halle später zu einem Schrein, der Tag und Nacht von der SS bewacht wurde.
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4
Viscardigasse – „Drückebergergasse“
Straße
Eine schmale Gasse hinter der Feldherrnhalle, wo gewöhnliche Münchner verschwanden, um die erzwungene Hitler-Salutation zu vermeiden. Eine gewundene Linie aus Bronzesteinen zeichnet nun ihren stillen Pfad der Verweigerung nach.
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5
Staatliches Hofbräuhaus
Wahrzeichen
Münchens berühmtestes Brauhaus, das 1589 als herzogliche Brauerei gegründet wurde, wurde zu einer der frühen Bühnen der Nazi-Bewegung. In seinem Festsaal verkündete Hitler am 24. Februar 1920 auf einer Massenversammlung das 25-Punkte-Programm der Partei.
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6
Sterneckerbräu, erstes NSDAP-Büro
Wahrzeichen
Ein bescheidenes Eckgebäude im Tal, in dem die Deutsche Arbeiterpartei ihre wöchentlichen Treffen abhielt und ihr erstes winziges Büro eröffnete. Hier, im September 1919, trat Adolf Hitler der Partei bei, die zur NSDAP werden sollte.
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7
Altes Rathaus
Wahrzeichen
Der anmutige gotische Ratssaal am Marienplatz, in dem Joseph Goebbels in der Nacht des 9. November 1938 die Rede hielt, die das Pogrom der Reichskristallnacht in ganz Deutschland auslöste. Ein Ort bürgerlicher Schönheit, der für einen Abend zur Wiege des organisierten Terrors wurde.
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8
Marienplatz
Quadrat
Münchens zentraler Platz und bürgerliches Herz, bewacht von der goldenen Madonna der Mariensäule. Unter seiner festlichen Oberfläche verbirgt sich eine dunklere Erinnerung, denn dieselben Steine trugen einst Nazi-Fahnen, marschierende Kolonnen und die Propaganda eines Regimes, das diese Stadt zu seiner Hauptstadt nannte.
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