Touren · Salzburg · Brunnen

Pferdeschwemme – der Pferdeteich

Ein barockes Bad, wie für Könige gemacht, in dem die Fürsterzbischöfe einst unter einem aufbäumenden Marmorhengst ihre Hofpferde tränkten und striegelten. Heute ist es eine Station auf dem Do-Re-Mi-Pfad, von deren Berühmtheit die meisten Einheimischen keine Ahnung haben.

Über diesen Ort

An die Felswand des Mönchsbergs am Herbert-von-Karajan-Platz geschmiegt, ist die Pferdeschwemme eines der theatralischsten Bauwerke der Wasserarchitektur in Europa. Sie wurde 1693 von Fürsterzbischof Johann Ernst von Thun als prachtvolles öffentliches Bad für die Hofstallungen erbaut, wohin weit über hundert Pferde der Reitschule zum Tränken und Striegeln gebracht wurden. In ihrer Mitte meißelte der Bildhauer Michael Bernhard Mandl einen muskulösen Rossebändiger, der mit einem aufbäumenden Hengst ringt, aus dem hellen Marmor des Untersbergs, während die geschwungene Rückwand Fresken der schönsten Pferde des Erzbischofs trägt, sodass die Tiere beim Trinken ihre eigenen Artgenossen bewundern konnten. Für „Sound of Music“-Pilger ist sie heiliger Boden, einer der prachtvollen alten Brunnen, an denen die Kinder in der „Do-Re-Mi“-Montage vorbeitanzen. Für die vorbeiflanierenden Salzburger ist sie einfach eine sehr alte Tränke, da die meisten von ihnen den Film, der sie berühmt gemacht hat, noch nie gesehen haben.

Wissenswertes

  • 1693 Jahr — Der Teich wurde angelegt, um die Hofpferde der Fürsterzbischöfe zu tränken und zu waschen
  • 1695 Jahr — Michael Bernhard Mandl meißelte den sich bäumenden Rossbändiger aus Untersberger Marmor
  • 3 Brunnen — An prächtigen barocken Pferdeschwemmen führt dieser Spaziergang vorbei – ein Motiv, an dem der Film immer wieder vorbeitanzt.

Auf einem Audio-Rundgang erleben

▸ Demo anhören